„Jari and Me“ – basiert auf wahren Geschehnissen

Publiziert: 8.11.2013
Autor: Riikka Gröndahl
Kategorien: Film

Eine Dokumentation als objektiv zu beschreiben ist absurd.

Die Kamera schneidet von der sichtbaren Welt den größten Teil weg und wirft den Blick nur auf einen bestimmten Teil. Eine Dokumentation als subjektiv zu beschreiben ist genauso absurd. Ein in der Dokumentation sterbender Mensch stirbt nicht nur in einem Film, sondern auch in dieser Welt.

Das dokumentarische Filmwerk ”Jari ja minä” (engl. Jari and Me) ist die Beschreibung einer Freundschaft zwischen zwei jungen Erwachsenen. Der Film wurde im Stil eines Heimvideos verwirklicht. Das Geschehen von „Jari and Me“ findet in einer stark nach Zigaretten riechenden Wohnung in der Stadt Tampere statt, wo die Freunde nicht nur über sich selbst, sondern auch über den Lottogewinn, den Tod der Mutter und Stephen Hawking sprechen. Die zwei Figuren des Films, der offene und extremere „Jari“ und die verschlossene und normale „ich“ versuchen einander und die Lebensart und Weise des Anderen zu verstehen. Das Werk beschreibt auf der persönlichen Ebene die widersprüchlichen Meinungen zweier Menschen über das Leben.

Mit einem anderen Menschen, mit einem Unbekannten oder vor allem mit einem Freund, sind Streitereien unvermeidbar. Die Konfrontation mit anderen Menschen erfordert immer Arbeit. Dabei sind direkte Aussprüche, stilles Anstarren und endlos viel tiefes Einatmen gefragt. Die restliche Zeit kann man tanzen, putzen und Spinatsuppe essen.

Dieses Werk ist die Abschlussarbeit für den Studiengang Bildende Kunst der Fachhochschule Tampere.

Übersetzung: Tiia Lamminsalo

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