• Kategorien:Festival, Visuelle Künste
  • Ort:Baden-Württemberg
  • Datum:30.10.2018 - 04.11.2018
  • Adresse:Einraumhaus, Alter Messplatz, 68167 Mannheim
  • Mitveranstalter:Alte Feuerwache Mannheim, Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG und Montana Cans in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Mannheim, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • Link:http://www.stadt-wand-kunst.de/
  • Weitere Informationen:Alte Feuerwache, Tel. 0621-293 92 81
  • E-mail:info@stadt-wand-kunst.de

Live Mural Painting mit EGS

© EGS

Street Art im Rahmen von Stadt.Wand.Kunst 2018. und des Festivals Kultur Aus Finnland in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg 9.–25. November 2018.

Seit 2013 lädt Stadt.Wand.Kunst jeden Sommer bekannte nationale und internationale Streetart-Künstler nach Mannheim ein, um sogenannte „Murals“ – großformatige Wandgemälde – an Hausfassaden anzufertigen. Ziel ist es, Mannheims graue Mauern zu einer öffentlichen Galerie zu machen und das erste frei zugängliche Museum für Fassadenkunst in ganz Baden-Württemberg zu errichten: die Open Urban Art Gallery Mannheim! Alle Interessenten können den Entstehungsprozess dieser gigantischen Kunstwerke live mitverfolgen und die fertigen Werke jederzeit aufsuchen.

Im Vorfeld des Festivals Kultur Aus Finnland wird der finnische Künstler EGS das Einraumhaus am Alten Messplatz gestalten. EGS (Aussprache wie “ex”), geboren 1974 in Helsinki, gilt als der weltweit angesehenste finnische Graffiti-Artist. In den letzten Jahren hat sich seine künstlerische Bandbreite auf traditionelle Kunstformen ausgeweitet und so umfassen seine Ausstellungen Wandmalereien ebenso wie Glas-Skulpturen und Holzinstallationen. Während der letzten 25 Jahre hat EGS in über 40 Ländern gemalt und bis heute hat er sich an mehr als 2.000 verschiedenen Stellen weltweit verewigt. Im Januar 2018 bekam EGS mit Writing my Diary als erster finnischer Graffiti-Künstler eine eigene Ausstellung in der Taidehalli, der Kunsthalle Helsinki.

EGS’ künstlerische Laufbahn begann in den späten 80er-Jahren und war Teil der ersten Graffiti-Welle des Landes. In seinen Anfängen suchte er nach jedem Graffiti in seiner Wohngegend, dann im Rest der Stadt und schließlich zog es ihn als Jugendlicher hinaus in sämtliche Ecken Europas, wo er sich mit gleichgesinnten Graffitikünstlern austauschte und malte. Fünf Jahre verbrachte EGS in London; später war er in der Werbebranche tätig. Heute sucht er nach Orten, wo Graffiti eine Neuheit darstellen: in  Afrika, Australien, Asien und Lateinamerika. Seine Kunst sieht EGS als eine anthropologische Forschungsarbeit über Graffiti:

„Jede Welle, jeder Stern, jeder Tropfen, jedes Rechteck, das ich jemals gemalt habe, geht zurück auf diese Graffiti-Anthroposophen-Haltung. Jedes Verblassen ist eine Reminiszenz eines Graffitis, das ich einmal gesehen habe. Jedes 3D-Bild und jede Blase erzählt eine Geschichte. Jedes Piece, das ich gemalt habe, ist eine Hommage an die großartige folkloristische Graffitikunst.“