• Kategorien:Musik
  • Ort:Leipzig
  • Datum: 03.10.2026 - 04.10.2026
  • Zeit:19.00–21.00 Uhr
  • Adresse:47m Contemporary, Karl-Liebknecht-Str. 12, 04107 Leipzig
  • Mitveranstalter:Kone-Stiftung, Finnlandschwedischer Kulturfonds Svenska Kulturfonden, Föreningen Konstsamfundet, Voice EU, Kalevala Foundation, Koistinen Kantele, MONOM Studio, Bosch Foundation
  • Link:https://47m.info/de
  • Weitere Informationen:am Finnland-Institut: Mirjami Schuppert, Tel. +49-176 73 50 20 63
  • E-mail:mirjami.schuppert@finstitut.de
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Veden Vire

event photo
Jasmine Alakari, Stimme und Kantele | © Theresa Maria Forthaus

KLANGINSTALLATION UND LIVE-PERFORMANCE.

Laufzeit 3.–4.10.
Performance nur am 3.10.

Von und mit:
Jasmine Alakari | Stimme, Kantele
Jakob Kukula | Installation
William Russel
| Spacial Sound Design

Finnlands Gewässer werden dunkel. Aus trockengelegten Mooren schwemmt organischer Kohlenstoff ins Wasser, das Licht erreicht den Grund nicht mehr, das Leben darunter verschwindet. Zwischen 1990 und 2020 stieg der organische Kohlenstoff in 73% der überwachten Seen Finnlands. In Veden Vire wird einer dieser Flüsse Teil der Performance. Sensoren im Anninkoski in Nordkarelien streamen seinen Klang und seinen Zustand live in den Raum. Der Fluss komponiert jede Aufführung mit. 

Jasmine Alakari singt als Aino – das Mädchen aus dem Kalevala, das gegen ihren Willen einem alten Mann versprochen wird und ins Wasser geht: kein Ertrinken, sondern eine Verwandlung. Die Lieder beruhen auf alten karelischen Ursprungszaubern, auf dem Versmaß des Runengesangs und auf dem Klang der Kantele, die gestrichen und geschlagen wird. Im Zentrum steht das Sampo, ein vom Installationskünstler Jakob Kukula gefertigtes Stahlbecken mit dunklem Flusswasser, das mit der Musik bebt und Licht durch den Raum wirft. 

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Die finnlandschwedische Künstlerin und Filmemacherin Jasmine Alakari arbeitet in Helsinki und Berlin. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich vor allem mit räumlichem Klang, Installation und Dokumentarfilm. 

Jakob Kukula stammt aus Berlin und wirkt als Künstler multidisziplinär in Kunst, Design und Musik. Er studierte an der Bauhaus-Universität Weimar, mit Studienphasen am Pratt Institute in New York und am Studio Drift in Amsterdam. Zwei Jahre lang arbeitete er am Studio Olafur Eliasson in Berlin. Anschließend schloss er sein Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee mit einem Master ab. 

Der Australier William Russell ist Klangdesigner, Künstler und hat eine klassische Percussion-Ausbildung. Er ist Mitbegründer und Kreativdirektor des Spacial Sound Studios MONOM im Funkhaus Berlin, gegründet 2017. 

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