Empathy and Feelings in Animals: Kati Roover und Karsten Brensing im Gespräch

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Kati Roover, Foto: Finnish National Gallery/Pirje Mykkänen +++ Karsten Brensing, Foto: privat

ONLINE-PODIUMSGESPRÄCH im Rahmen der Ausstellung A I S T I T / coming to our senses. In englischer Sprache mit Live-Texteinblendung zum Mitlesen.

Das Gespräch wird live über YouTube gestreamt. Es besteht die Möglichkeit, Kati Roover und Karsten Brensing über die Chat-Funktion Fragen zu stellen. Veranstaltungslink siehe linke Spalte!

Moderation: Mikaela Mäkelä, Finnland-Institut

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Als 1970 die Gesänge von Buckelwalen erstmals aufgezeichnet wurden, löste dies eine ganz besondere Faszination aus und legte die Erkenntnis nahe, dass es auch jenseits des Menschen Bewusstsein gibt. Das Videowerk Salt of My Eyes (2020/2021) der Künstlerin Kati Roover, das gerade im KINDL gezeigt wird, ist ein Versuch, der Seelen- und Lebenswelt dieser geheimnisvollen Wesen, die durch die Eingriffe des Menschen immer stärker ge- und zerstört wird, näher zu kommen. Wie Tiere denken und fühlen steht auch im Zentrum der Arbeit des Meeresbiologen, Fernsehjournalisten und ehemaligen Forschungstauchers Karsten Brensing und ist zugleich Titel eines seiner Kinderbücher. Das Empfinden von Mitgefühl ist für ihn die Krönung aller Sinne − und längst nicht nur dem Menschen vorbehalten.

Karsten Brensing, geboren 1967 in Erfurt, ist ein deutscher Meeresbiologe, Verhaltensforscher und Autor, der sich als wissenschaftlicher Gutachter und Verfasser von populärwissenschaftlichen Büchern für ein besseres Verständnis von Tieren einsetzt. Brensing studierte Biologie in Göttingen und spezialisierte sich an der Universität Kiel auf Meeresbiologie. Für seine Doktorarbeit in der Verhaltensbiologie an der FU Berlin erforschte er in Florida und Israel die Interaktion zwischen Menschen und Delfinen, u.a. in der Delfintherapie. Derzeit arbeitet er an seinem neuen Buch über die tierische Vergangenheit von Menschen.

Kati Roover, geboren 1982 in Estland, lebt in Helsinki. Die Künstlerin arbeitet multidisziplinär und nähert sich den Veränderungen ihrer Umwelt mit poetischer Vorstellungskraft. Dabei kombiniert sie ihre Studien mit unterschiedlichsten Perspektiven, beispielsweise der Interaktion zwischen Mensch und Nicht-Menschlichem, Naturwissenschaften, ökologischem und dekolonialem Denken, achtsamem Zuhören, mythischer Erzählung, neuem feministischem Materialismus und essayistischem Dokumentarfilm. Sie arbeitet mit Bewegtbild, Klang, Fotografie, Text und Installationen.