„It Is Not in the Substance, but in the Way of Seeing“

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GESPRÄCH über zeitgenössische Romani-Literatur, -Autor*innenschaft und die Entstehung des Autor*innenverbands Romani-PEN. In englischer Sprache.

Mit:
Tamás Jónás | Schriftsteller und Dichter
Carmen Baltzar | Schriftstellerin und interdisziplinäre Künstlerin
Damian James Le Bas | Schriftsteller und Filmemacher

Moderation: Dr. Anna Mirga-Kruszelnicka, ERIAC – European Roma Institute for Arts and Culture

„Es liegt nicht in der Substanz, sondern in der Sichtweise“: Mit dieser Überlegung beschreibt der ungarische Roma-Autor Tamás Jónás eine zentrale Frage seines Schreibens. Was bedeutet es, als Roma-Autor zu schreiben, wenn Roma-Identität nicht zwangsläufig das Thema eines literarischen Werks ist, sondern vielmehr eine bestimmte Perspektive auf die Welt prägt?

Ausgehend von dieser Frage bringt das Gespräch drei unterschiedliche literarische und künstlerische Positionen zusammen. Tamás Jónás, Stipendiat der DAAD-ERIAC-Literaturresidenz 2026, trifft auf die finnisch-romani Schriftstellerin und interdisziplinäre Künstlerin Carmen Baltzar sowie den britischen romani Autor und Filmemacher Damian James Le Bas. Ihre Begegnung eröffnet mehrere miteinander verbundene Diskussionsebenen. Wie kann Roma-Literatur als vielfältige literarische Praxis sichtbar werden, ohne auf ein festgelegtes „Roma-Thema“ reduziert zu werden? Welche Freiheiten und welche Erwartungen gehen mit der Bezeichnung „Roma-Autor*in“ einher? Und was geschieht, wenn literarische Praktiken über die Seite hinaus in Film, Performance und andere künstlerische Formen übergreifen?

Das Gespräch findet vor dem Hintergrund der Entstehung des Romani-PEN statt, der kürzlich als Teil von PEN International anerkannt wurde.

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