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  • Datum: 22.12.2025 - 02.01.2026
  • Öffnungszeiten:Das Finnland-Institut bleibt vom 22. Dezember 2025 bis 2. Januar 2026 geschlossen. Ab Montag, dem 5. Januar 2026, erreichen Sie uns wieder.
  • Adresse:Finnland-Institut, Marburger Str. 3 (1. OG), 10789 Berlin
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Schöne Feiertage und alles Gute für 2026!

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Niina Villanueva, „Behind closed eyes I see a vortex“

Unser diesjähriger visueller Gruß zum Jahresende stammt aus dem Schaffen von Niina Villanueva. Wir wünschen Ihnen erholsame Tage!

Villanueva erforscht in ihrer künstlerischen Praxis innere Räume und sich überschneidende Welten, die von ihrem Interesse an Kunstgeschichte, Wissenschaft, Natur, Poesie und Materialien geprägt sind. In den letzten Jahren hat sie regelmäßig in Italien und Deutschland gearbeitet, wo das Erbe des alten Roms und verschiedene historische Kontexte einen tiefgreifenden Einfluss auf ihre Arbeit hatten. 

In ihren Gemälden und Keramikarbeiten existiert alles in einem Zustand ständiger Transformation. Rätselhafte, abstrahierte Menschen- und Tierfiguren verschmelzen mit üppigen Blumen- und Baumformen, die schattige, liminale Räume bewohnen. Die Figuren sind fließend – oft länglich, fragmentiert oder sich auflösend. Sie verschmelzen, umarmen und verflechten sich, als würden sie im gleichen Rhythmus atmen. Formen schweben an der Schwelle der Erkennbarkeit: Ein Schmetterling wird zu einem Schädel, Rippen zu einem Wurzelsystem, einem Nautilus oder einem Darm. 

Die intuitive Geste ist die Grundlage von Villanuevas Praxis. Sie arbeitet mit Öl und Rohpigmenten auf Leinwand und versucht, das Ätherische der Farbfeldmalerei mit der numinosen Symbolik surrealistischer Bilder zu verschmelzen. Flecken in körperlichen und erdigen Farbtönen schaffen einen verschwommenen Hintergrund, aus dem Formen hervorgehen, oft in satteren Tönen. Ihre Kompositionen tendieren zur Symmetrie, widersetzen sich ihr aber letztlich, da sie ein empfindliches Gleichgewicht schaffen will. Die Räume, die sie darstellt, ähneln oft einer „Gebärmutter“ – sie wirken höhlenartig und wässrig. Sie rufen vielschichtige Emotionen hervor, die mit den grundlegenden Beziehungen zwischen Eltern und Kind, Natur und Sein verbunden sind: melancholisch, zärtlich und lebenswichtig. 

Niina Villanueva hat ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste der Universität der Künste in Helsinki mit einem Master of Fine Arts abgeschlossen. Ihre Werke wurden in Berlin 2023 in einer Einzelausstellung und in Finnland in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt und sind dort in mehreren bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter der Saastamoinen-Stiftung, EMMA – Espoo Museum of Modern Art, der Finnish National Gallery und der Kunstsammlung der Universitätsklinik Helsinki (HUS). Villanueva wurde mit dem William-Thuring-Preis der Finnish Art Society ausgezeichnet. 

Villanueva arbeitet derzeit an einer Einzelausstellung, die im Januar 2026 in der Galerie Makasiini Contemporary in Helsinki eröffnet werden wird.

Aus dem Finnischen übersetzt von Carolin Markusbacka

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