Jeder kennt wohl die ikonische, stilbildende Kunst von Tom of Finland, doch kaum jemand weiß um die Geschichte des Mannes dahinter: Von der Front des Zweiten Weltkriegs zurückgekehrt, hat Touko Laaksonen (Pekka Strang) in seinem Leben im Frieden auch einen „Krieg” zu führen. Im Finnland der 1950er-Jahre kann er als Homosexueller weder lieben, wen er will, noch sich selbst verwirklichen. Immer der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt, die mit Schwulen rigoros umgeht, findet Touko Zuflucht im Zeichnen homoerotischer Bilder. Unter dem Pseudonym Tom of Finland tritt seine Kunst schließlich einen Siegeszug an. Der Künstler entfacht damit nicht nur die gay revolution, sondern wird auch zur Symbolfigur einer ganzen Generation junger Männer.
Der preisgekrönte Filmemacher Dome Karukoski schildert in dem spannenden Biopic nicht nur Leben und Arbeit einer der einflussreichsten Akteure der Schwulenkultur des 20. Jahrhunderts, sondern bringt auch eine berührende Geschichte um wahre Liebe und das Recht auf persönliche Freiheit auf die Leinwand. Tom of Finland eröffnete 2017 das Filmfestival Göteborg und gewann dort den FIPRESCI-Preis.
Thema der diesjährigen Nordiale vom 2. bis 8. Mai 2018 ist „Freiheit(en)”. Die seit 1992 fest im Bildungsprogramm der VHS verankerte Filmwoche wird in Zusammenarbeit mit den Botschaften von Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden durchgeführt. Die Nordiale 2018 bietet auch ein umfangreiches Rahmenprogramm, vom kostenlosen Nordiale-Sprachenkarussel bis zum Film-Frühstück im Dachsaal.