• Kategorien:Wissenschaft und Gesellschaft
  • Ort:Berlin
  • Datum: 03.12.2020
  • Zeit:19.00 Uhr
  • Adresse:Finnland-Institut, Friedrichstr. 153 a (3. OG), 10117 Berlin
  • Verkehrsanbindung:Bahnhof Berlin-Friedrichstraße
  • Mitveranstalter:Aue-Stiftung, Finnland bei Scoventa
  • Weitere Informationen:Tel. 030-40 363 18 90. Nähere Angaben zur Anmeldung sind zurzeit noch in Planung. Die Anzahl der Plätze ist leider stark begrenzt!
  • E-mail:info@finstitut.de
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WIRD AUF 2021 VERSCHOBEN +++ Werte

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Wolfram Eilenberger. Foto: Annette Hauschild

1. AUE-STIFTUNGS-SYMPOSIUM der Reihe Kultur – Archiv der Zukunft / Kulttuuri: tulevaisuuden arkisto. In englischer Sprache.

Einführung: Dr. Annamari Arrakoski-Engardt, Vorstandsvorsitzende der Aue-Stiftung, Helsinki, zum Auftakt der Reihe.

Es diskutieren Klaus Helkama und Wolfram Eilenberger. Moderation: Saskia Geisler

Werte bildet den Auftakt der Aue-Stiftungs-Symposien, im Rahmen derer Debatten zu zentralen Themen im finnisch-deutschen Kontext geführt werden sollen. Die historisch gewachsenen engen Verbindungen zwischen Finnland und Deutschland stehen außer Zweifel. Doch wo und wie manifestieren sich diese Gemeinsamkeiten – und die Unterschiede – und wie stellen sie sich im Licht aktueller Debatten dar? Die Aue-Stiftung, Helsinki, und Finnland bei Scoventa möchten gemeinsam mit dem Finnland-Institut in Deutschland neue Akzente zu dieser Frage setzen, den Dialog zwischen Finnland und dem deutschsprachigen Mitteleuropa vertiefen und das wechselseitige Verständnis für die finnisch-deutschen Kulturbeziehungen fördern. Ausgehend von der Frage nach den zentralen Wertvorstellungen beider Gesellschaften werden Themenkomplexe wie Chancengleichheit, Bildung, Sicherheitsbedürfnis oder nationale Selbstbilder diskutiert.

Klaus Helkama analysiert in seiner Studie Suomalaisten arvot (dt. Die Werte der Finnen) das finnische Wertesystem, seine Genese und Besonderheiten und zeigt, wie sich in der Gesellschaft Wertvorstellungen einer lutherisch geprägten mitteleuropäisch-skandinavischen Tradition mit spezifisch finnischen Eigenheiten zu einer durchaus eigenständigen Mischung amalgamiert haben.

Wolfram Eilenberger kontrastierte im 2010 erschienenen Sachbuch Finnen von Sinnen: Von einem, der auszog, eine finnische Frau zu heiraten sozusagen im Selbstversuch die finnische mit der deutschen Lebensweise. Zugleich ist er Autor von Werken wie Zeit der Zauberer (2018) und ergänzt die Debatte so mit einem tiefen Verständnis der europäischen Geistesgeschichte.

Saskia Geisler ist Historikerin und Mitglied der Chefredaktion der Deutsch-Finnischen Rundschau. Sie arbeitet in der Programmleitung der Finnland-Sparte beim Scoventa-Verlag.

 

Diese wissenschaftliche Spurensuche soll als „Spiegelungʺ im Frühjahr 2021 auch in Helsinki stattfinden. Auf diese Weise soll für Teilnehmer_innen dies- und jenseits der Ostsee die Möglichkeit bestehen, der Diskussion zu folgen.

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Die Veranstaltung wird unter Berücksichtigung der gängigen Abstands- und Hygieneregeln durchgeführt. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist dementsprechend leider stark begrenzt. Nähere Angaben zur Anmeldung sind zurzeit noch in Planung.